Tauchen und Schnorcheln auf den Malediven
Tauchen und Schnorcheln
Wir kamen unter anderem zum Tauchen
und Schnorcheln nach Kandooma und auf die Malediven überhaupt.
Die Malediven sind schließlich für ihre faszinierende Unterwasserwelt überall auf der Welt bekannt. Das einzige von uns erwogene Alternativ-Ziel waren die Küsten des Roten Meeres. Aber in Ägypten waren wir schon, also machten wir uns daran Neuland zu entdecken.
Man sollte es sich übrigens reiflich überlegen, ob die Malediven für beispielsweise 14 Tage nur-Strandliegen geeignet sind. Kandooma ist 400 x 600 Meter groß und die einzige wirkliche Abwechslung sind das Schnorcheln und insbesondere das Tauchen.
Ärztliches Attest fürs Tauchen
Die Voraussetzung für einen Tauchkurs auf den Malediven ist ein formloses Tauglichkeits-Attest vom Arzt. Dies kann in den meisten Fällen sogar der Hausarzt ausstellen. Wer weiß, dass er gesundheitlich vorbelastet ist, der sollte besser direkt zu einem Spezial- oder Taucharzt gehen.
Das ärztliche Attest darf ab 40 Jahren Alter nicht älter als ein Jahr sein, unter 40 muss das Attest nur alle zwei Jahre erneuert werden. Insbesondere Ohren und Lunge sollten einwandfrei sein. Ein Erkältung mit verstopfter Nase führt bereits dazu, dass das Tauchen unmöglich ist, da Ohren und Nase für den Druckausgleich zuständig sind.
PADI Open Water Diver (OWD)
Ein üblicher Anfängerkurs ist der PADI
Open Water Diver. Er berechtigt nach dem erfolgreichen Abschluss aller Module zum Tauchen bis in 18 Metern Tiefe. Aquanaut auf Kandooma setzt hierfür 8 Tauchgänge an, 3 im Strandbereich als Pool-Alternative bis auf 4 Metern Tiefe und 5 weitere Tauchgänge im offenen Meer, wobei laut PADI Vorgaben 4 Tauchgänge im offenen Wasser ausreichen.
Im ersten so genannten "Schwimmbadteil" werden Grundfertigkeiten geübt, beispielsweise das Abnehmen der Maske unter Wasser. Das klingt einfach. Die Überraschung ist jedoch, dass viele Menschen unter Wasser anfangen durch die Nase zu atmen, wenn die Taucherbrille runter ist. Im offenen Meer kann dies in der Tiefe tödlich sein. Parallel dazu gibt es ein Buch mit Übungen und theoretische Lektionen, die mit einer schriftlichen Abschlussprüfung enden. Hierbei handelt es sich um einen Ankreuztest, also keine Panik. Ohne Lernen geht es jedoch nicht.
In den 5 Tauchgängen im offenen Meer bis zu einer Tiefe von 18 Metern werden die im Flachwasser erlernten Fertigkeiten erneut geübt und in unterschiedlicher abgeprüft. Jede Fertigkeit muss absolviert werden, sonst gibt es keinen Tauchschein.
Wir haben es hier mal mit unseren Worten erklärt. Wer es genau wissen will, der wendet sich bitte an Aquanaut oder direkt an die Firma PADI, ein weltweit aktives Unternehmen, das die Vorgaben macht.
Tauchkurs auf den Malediven?
Vor unserer Reise auf die Malediven
hatten wir verschiedene Leute gefragt, ob es sinnvoller ist den Tauchschein zuhause zu machen oder am Urlaubsort. Die Antworten waren vielfältig und widersprüchlich.
Deshalb nun unser ganz spezieller Tipp: Machen sie den Tauchschein in Ruhe zu Hause bei einer PADI-Tauchschule. Dort werden sie zwar wenigstens mindestens sechs Wochen benötigen, aber dafür sitzt der Stoff umso besser. Im Schwimmbad besteht auch nicht die Gefahr, dass sie mit giftigen Steinfischen konfrontiert werden.
Zwar sind dann die Freitauchgänge bei uns in Tümpeln und Weihern allein von der Temperatur her eher abschreckend, aber sie werden auch dies überleben.
Wenn sie dann aber auf den Malediven oder am Roten Meer ankommen, dann können sie nach ein wenig Wiederholungstraining bereits tauchen und vergeuden ihren kostbaren Urlaub nicht mit dem Lesen von Tauchbüchern und sie turnen auch nicht durch Swimmingpools. Dann tauchen sie, gleich richtig. Dies gilt insbesondere für Leute, die sich etwas unsicher fühlen und nicht die Sportasse sind.
PADI oder CMAS
Die beiden Anbieter von Tauch-Zertifizierungen scheinen sich gegenseitig nichts zu gönnen, das gilt insbesondere für so manchen Absolventen der einen oder anderen Gruppe. PADI ist bei diesen angeblich verrufen sehr viel Wert auf Marketing zu legen, jedoch wenig auf den sportlichen Aspekt des Tauchens. PADI bezeichnet das Tauchen vorwiegend als "Abenteuer". Die Aquanaut Tauchbasis auf Kandooma bildet nur nach PADI aus.
Wir finden die ganze Diskussion unsinnig. Es gibt mit Sicherheit auf beiden Seiten erstklassige Taucher. Wir haben eine PADI-Ausbildung genossen und können nicht sagen, dass diese nicht sorgsam geschult wurde. Eine Tatsache woran CMAS nicht vorbei kann ist jedoch, dass die meisten Tauchschulen in beliebten Urlaubsländern, von der Karibik bis zu den Malediven, weitgehend von PADI-Tauchbases beherrscht werden. Mit einem CMAS-Tauchschein als Grundlage muss hier nach unserer Info zunächst ein PADI-Lehrgang absolviert werden, um vor Ort tauchen zu dürfen.
Wer es genau wissen will, möge sich bitte bei den betreffenden Verbänden oder bei Aquanaut erkundigen.
weitere Infos folgen
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